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Hof 8 - einfach wertvoll

Philosophie

Wir, Karin & Harald mit unseren drei Kindern sowie den Großeltern, leben auf einem 1236 erbauten Steinblassbauernhof mit dem Ansatz: „Aus dem was man hat, etwas SINNvolles und Nutzenstiftendes machen.“

 

Jahrhundertelang war es den Menschen möglich, einmal mehr und einmal weniger, ein gutes Leben auf den Höfen mit den typischen Betriebsgrößen in der VIELFALT mit Natur und Tieren zu leben. In den letzten 20 – 30 Jahren gewann eine Entwicklung an Fahrt, in der sich das verändert hat. Es hat den Anschein, dass hauptsächlich Wachstum, Größe und immer MEHR das Maß aller Dinge sind und dass dies das Leben erst möglich macht. Ist das so? Wer hat Interesse daran, dass es so ist? Ist das der Sinn?

 

Wir folgen für uns einem inneren Bedürfnis nach der ERFÜLLUNG, unsere anvertrauten TALENTE einzusetzen und SINNvolles zu bewegen. Und gleichzeitig mit dem Bewusstsein, dass es einen Schöpfer gibt.

Wir wollen es in einem Punkt wie früher die indogenen Völker, beispielsweise die Indianer, halten: „Leben, ohne einen großen Fußabdruck zu hinterlassen“, denn es geht um unsere Kinder und die Generationen, die uns auf dieser Erde folgen.

Es macht uns Freude, unsere Gedanken schweifen zu lassen, und so passiert es, dass zuerst vielen Gedanken die Worte und dann die Taten folgen.

 

Und so hat sich der Hof in den letzten Jahren mit uns und wir mit ihm entwickelt. Zuerst in ein modernes IT-Dienstleistungszentrum mit Glasfaseranschluss (baulich spielt sich alles in den ursprünglich vorhanden Außenwänden ab), parallel dazu die BIO-Landwirtschaft – mitten im Grünen – und einem sehr kraftvollen Saal, der uns und anderen Menschen Raum für verschiedene Möglichkeiten gibt.

Der Hof ist für uns eine zentrale Drehscheibe. Flexibel für kleine und große Ideen sowie Arbeiten, Entwicklungen und Visionen. Dies ist uns sehr wichtig, denn so wie die Natur sich wandelt, möchten auch wir uns und anderen Menschen die Möglichkeit geben, sich hier bei uns weiterzuentwickeln und zu wandeln. Wir begrüßen immer wieder interessante Menschen und verschiedenste Gruppen bei uns, die dies nützen und auch uns Inspirationsquelle sind.

 

In den letzten Jahren kam bei uns auch immer stärker das Bedürfnis auf, die Landwirtschaft, die Natur, in unser Leben komplett zu integrieren. Nicht halb, sondern ganz. Wir lieben ganz einfach die Natur und begeistern uns an dem, was wächst, welche Maßnahmen mehr gefruchtet haben als vielleicht im Vorjahr, und so lernt man mit dem Boden, den Pflanzen und unzähligen Beobachtungen mit. In der Praxis ist es etwas Schönes und Aufbauendes, wenn zum Beispiel Harald hinter dem „kleinen Grünen“ (Hoftrak) den alten Holzeinachser anspannt, Karin dann mit den drei Kindern, Oma und Opa und vielleicht noch Freunden, die gerade da sind, Platz nimmt und wir gemeinsam zum Feld fahren um beispielsweise Steine zu klauben.

Unsere Begeisterung zeigt sich in den verschiedensten Pflanzen, Kräutern, Sträuchern und der wachsenden Vielfalt an Baumarten – Obst & Wald. Der Gemüse- und Kräuteracker ist die Spielwiese von Karin und ihre absolute spezielle Energietankstelle. Wir geben uns den Freiraum, unterschiedlichste Sachen auszuprobieren und u.a. gehören auch alte Sorten, wie zum Beispiel der Faserleinen oder der regionale Kaltenberger Winterroggen, zu den Kulturschätzen, die wir hier am Hof anbauen und in Gemeinschaftsprojekten zu unterschiedlichen Produkten veredeln.

So gibt es bei uns Bio Dinkel- und Roggennudeln, Bio Dinkel und Bio Dinkelreis vom hofeigenen Getreide, händisch abgefüllte Bio Kräuter-Teebeutelmischungen, Fruchtaufstriche und andere Besonderheiten. Wie auch das Bio Hochlandrinderfleisch von unserer kleinen bunten Herde.

Um als Bauer im herkömmlichen Sinne leben zu können, benötigt man aus unserer Sicht:

„Glauben und Begeisterung für das, was man tut, und gleichzeitig seinen Talenten entspricht sowie den Mut, neue Wege zu beschreiten.“

Ein Weg ist die Zusammenarbeit von klein strukturierten Höfen, die Produkte hoher Qualität und vor allem mit ihrer Liebe und viel Zeit produzieren.

Ein Thema, das uns ebenfalls ein Anliegen ist, betrifft das Kapitel ENERGIE – Eigenversorgung und als Einkommensquelle – „der Landwirt als Energiewirt“.

Als ein Beispiel bei uns am Hof haben wir eine Photovoltaikanlage in Kombination mit einem Batteriespeicher aus Salzwasser aufgebaut und in Betrieb genommen.

Menschen, die sich von unseren Ideen und unserer Lebensweise angesprochen fühlen, sind bei uns am Hof herzlich willkommen.

 

Harald & Karin

Gruber